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Die Mauertrocknung bei kapillarer Durchfeuchtung

Begriffsbestimmung - Das eingesetzte Material

Wir trocknen alle mineralischen Mauerwerke (auch Beton) mittels Injektage eines kapillarbrechenden isolierend hydrophobierenden Paraffinpolyamids mit einem Tropfenrandwinkelergebnis größer 140°. Damit Sie das nicht nochmal lesen müssen, nennen wir es hier kurz Hydrophix, so wie auch der Name dieser Internetseite ist. Aber in dieser langen Wortfolge steckt bereits das ganze Geheimnis unseres Erfolges.


Zwei klassische Lastfälle

Da wir uns darauf spezialisiert haben, stellen wir Ihnen hier zwei typische Feuchteschäden vor, die wir mit Hydrophix behandeln.
Die kapillar aufsteigende Feuchtigkeit bei mangelhafter oder fehlender Horizontalsperre, und die
kapillare Querdurchfeuchtung von außen, bei fehlender oder mangelhafter Vertikalabdichtung.
Der kapillare Wassertransport in porösem Mauerwerk funktioniert wie der Docht einer Öllampe. Das Wasser wird in die Wand gezogen, im Gegensatz zu einem Druckwasserschaden.
Und diese Eigenschaft machen wir uns zunutze, und erstellen an den betroffenen Wandbereichen eine kapillarbrechende Schicht oder Zone.

Zwei klassische Lastfälle, aufsteigende Feuchtigkeit und Querdurchfeuchtung


Und so funktioniert das Verfahren

Hier sehen Sie eine trockene Wand mit funktionierender Horizontalsperre. Die Poren des Gesteins sind mit Luft gefüllt, und die Mauer hat ihre natürliche Dämmung. Sie ist diffusionsoffen.
Das ist der Zustand, den wir in allen mineralischen Mauerwerken erreichen können, sogar in Beton.
Wir wollen die Poren nicht verstopfen, und damit der Wand ihre natürliche Dämmung nehmen. Wir wollen das Wasser aber auch nicht in der Wand einsperren. Das kann vielfältige Folgeschäden erzeugen.

Trockene Wand mit funktionierender Horizontalsperre


Aufsteigende Feuchtigkeit


Bei dieser Wand ist die Horizontalsperre defekt oder überhaupt nicht vorhanden. Das Wasser steigt aus dem Erdreich nach oben in die Wand.
Das funktioniert wie bei dem Docht einer Öllampe. Es handelt sich um eine Zugwirkung des porösen mineralischen Mauerwerks. Man spricht von kapillar aufsteigender Feuchtigkeit, da die Kapillare und Poren des Gesteins das Wasser aufsaugen.
Hierbei kann das Wasser bis in die Wohnetagen steigen. Das geht bis auf eine Höhe von über 9 Metern.

Wir beginnen mit unserem Verfahren. Es werden in die betroffene Wand Bohrlöcher im horizontalen Abstand von 25 cm gebohrt, mit einem Durchmesser von 12-14 mm. Wir bohren in einem Winkel, je nach Mauerstärke, von 30-50°, bis in etwa 2/3 des Mauerwerks. Wichtig ist hierbei, das wir horizontale Fugen, sogenannte Lagerfugen, durchbohren. Die Bohrung erfolgt bis unterhalb des Bodenniveaus.

Das setzen der Bohrlöcher


Injektage in die Bohrlöcher


In die Bohrlöcher werden jetzt Verpresslanzen gesteckt, die das Bohrloch dicht ausfüllen. Mithilfe einer speziellen Pumpe und eines Durchlaufzählers wird jetzt eine fest berechnete Menge Hydrophix in die Bohrlöcher gepresst. Aufgrund der extrem hohen Fließfähigkeit beginnt sofort die Verteilung über die durchbohrten Lagerfugen. Die Bohrlöcher werden anschließend verschlossen, und die Arbeit für Hydrophix beginnt.

Jetzt beginnt die sogenannte Kapillardepression. Hydrophix verteilt sich selbstständig und in alle Richtungen kapillar in das Gestein, verdrängt dabei das Porenwasser, und scheidet einen dünnen Polymerfilm auf den Wandungen der Kapillare ab.  Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Zum Hydrophobieren, also um wasserabweisend zu werden, können Sie auch Salatöl nehmen. Um aber   dauerhaft isolierend zu hydrophobieren, benötigt das Material neben einer großen Kapillardepression, eine gute Verteilung und auf der Oberfläche einen erzeugten Tropfenrandwinkel größer 125°. Und das haben nur wenige Mittel. Es hat mit der Oberflächenspannungsdifferenz  zwischen Wasser und hydrophobierter Oberfläche zu tun. Der Wassertropfen sollte an der hydrophobierten Oberfläche eine möglichst runde Form beibehalten. Je ausgeprägter die runde Form, desto größer der Tropfenrandwinkel und desto besser die isolierende Hydrophobierung. Das war jetzt aber genug Physik.

Verteilung und Verdunstung


Die Verdunstung des Paraffinöls


Die Verteilung von Hydrophix dauert ca. 2-3 Wochen und erfolgt völlig selbstständig. Und nun beginnt die Mauertrocknung. Das durch die Kapillardepression verdrängte Wasser und das Paraffinöl verläßt das Mauerwerk durch natürliche Verdunstung. Das kann je nach Mauerstärke und umgebender Luftfeuchtigkeit 4-9 Monate dauern. Es entstehen keine schädlichen Emissionen. Sorgen Sie für ausreichende Lüftung. In dieser Phase können auch Trocknungsgeräte verwendet werden.

Das Ziel ist erreicht. Wir haben eine kapillarbrechende Zone erzeugt, die jetzt unempfindlich gegen kapillaren Wassertransport und Druckwasser ist. Die Poren sind wieder mit Luft gefüllt, und die natürliche Dämmung zurückgewonnen. Mit einer rechnerischen Haltbarkeit von 80-90 Jahren. Die ältesten, mit unserem Verfahren behandelten Gebäude, sind auch nach fünf Jahrzehnten noch trocken. Wir geben auf die Wirksamkeit und den Erfolg für unsere isolierende Hydrophobierung eine Garantie von 25 Jahren.

Die kapillarbrechende Zone steht


 


Und hier nochmal das Prinzip aus der Sicht einer einzelnen Baustoffpore

Trockene Baustoffpore mit Lüft gefüllt


Trockene Pore mit Luft gefüllt, wie es sein sollte. Die Wand kann "atmen" und Feuchtigkeit durch Verdunstung abgeben. Denn die Dämmung funktioniert nur durch die in porösem Gestein enthaltene Luft.

Nasse Baustoffpore mit Wasser gefüllt. Folgeschäden drohen


Nasse Pore. Die Wand verliert ihre Dämmung und weitere Feuchteschäden drohen. Es können Salze austreten (Aussalzungen, Ausblühungen), die den Putz von der Wand sprengen, oder die Wandfeuchtigkeit führt zu Schimmelpilzbefall

Kapillardepression durch Injektion. Das Wasser wird verdrängt


Nach der Injektage wird das Porenwasser durch Kapillardepression verdrängt, und verdunstet anschließend über die Wandoberfläche

Polymerfilm wird auf die Porenwandung abgeschieden


Auf die Porenwandung wird ein Nanopolymer abgeschieden, das einen neuerlichen Wassereintritt dauerhaft verhindert. Das Paraffinöl verdunstet ebenfalls und ist völlig unschädlich

Die Baustoffpore ist hydrophobiert und wieder mit Luft gefüllt


Die isolierende Hydrophobierung ist abgeschlossen. Die Pore kann kein Wasser mehr aufnehmen und ist wieder mit Luft gefüllt. Die Pore ist hydrophobiert (wasserabweisend) und die Wand erhält ihre natürliche Dämmung zurück und bleibt dauerhaft trocken

Auch bei flächiger Durchfeuchtung ergeben sich variable  Lösungsmöglichkeiten mit dem gleichen Wirkprinzip

Bei vertikaler Durchfeuchtung, wenn die Abdichtung von außen nicht mehr funktioniert, oder nicht vorhanden ist, wenden wir das gleiche Verfahren an.

Vertikale Durchfeuchtung


Flächensperre bei Querdurchfeuchtung


Wir erstellen eine Flächensperre mittels Kapillardepression, und erzeugen so eine kapillarbrechende Zone.

Hierbei werden mehrere Bohrlochreihen mit einem Höhenabstand von 25 cm schachbrettartig versetzt übereinander gelegt. Die weitere Behandlung erfolgt wie bei der Horizontalsperre.

Bohrschema Flächensperre


Außentreppe hinter der Wand


Oftmals ist eine Ausschachtung wegen Überbauung, Außentreppen oder fehlender Schachtgenehmigung nicht möglich. Da wir alle Mauerwerke, egal wie hoch die Durchfeuchtung ist (auch bei 100 %), von innen trocknen können, stellen solche Herausforderungen kein Problem mehr da.

Unsere Flächensperren können wir da setzen, wo sie erforderlich sind. Das eröffnet unglaublich viele Einsatzmöglichkeiten. So können gezielt einzelne Wandbereiche getrocknet werden, bishin zu Teilquerschnittssperrungen, die aus Kostengründen manchmal erforderlich sind. Das erfordert viel Spezialwissen.

Beispiel einer Flächensperre bei Treppenfeuchtigkeit


Weitere Produktvorteile

Keine teure Ausschachtung nötig
Keine Hohlraumverfüllung mit Suspensionen
Keine Vortrocknung erforderlich
Kurze Ausführungszeiten. Baustellen sind nach 1 bis 2 Tagen fertig
Funktioniert in allen mineralischen Mauerwerken (auch WU-Beton)
Das Mauerwerk bleibt diffusionsoffen und behält die natürliche Dämmung
Auch bei höchster Durchfeuchtung (100%) zuverlässig einsetzbar
Auch an schwer zugänglichen Stellen verwendbar
Kann modular eingesetzt werden. Das schafft Kostenkontrolle für Ihre Sanierung
Das Produkt ist sehr langlebig und gesundheitlich und ökologisch unbedenklich
Keine unkalkulierbaren Kosten. Die Produktmenge kann exakt berechnet werden

Wir beraten Sie gerne: 02207 919 56 20